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 Wer war Spartacus

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BeitragThema: Wer war Spartacus   So Jun 15, 2008 3:18 pm

Herkunft [Bearbeiten]Spartacus war ein römischer Sklave und Gladiator thrakischer Herkunft. In der historischen Forschung gibt es über das frühe Leben des Spartacus kaum gesicherte Erkenntnisse, die bekannten Quellen dazu sind sehr vage. Appian beschreibt ihn als Thraker, der einst gegen die Römer kämpfte, dann aber gefangen genommen und als Gladiator in Capua verkauft wurde. Plutarch schreibt, dass dieser Thraker nicht nur über einen starken Körper, sondern auch über einen starken Geist verfügte, sehr gebildet und intelligent war, und vermutete in diesem Sklaven eine kultivierte Abstammung. Das Problem ist jedoch, dass der Terminus Thraker sowohl ein Volk als auch einen leicht bewaffneten Gladiator (kurzes Schwert, kleiner Schild, außer einem möglichen Helm keine sonstige Rüstung) beschreibt.

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Der Aufstand [Bearbeiten]Spartacus entfloh nach einer Rebellion mit 78 anderen Gladiatoren im Jahr 73 v. Chr. aus der Gladiatorenschule des Gaius Cornelius Lentulus Batiatus in Capua und vermochte zahlreiche weitere Sklaven, vor allem aus den landwirtschaftlichen Großbetrieben, den sogenannten Latifundien, um sich zu sammeln. Zudem erhielt er auch aus den Reihen der verarmten, landlosen Freien nicht unerheblichen Zulauf. Als Anführer der aufständischen Sklaven im dritten Sklavenkrieg (73–71 v. Chr., auch Gladiatorenkrieg oder Spartacus-Aufstand genannt), erzielte er mit seinem (befreiten) Sklavenheer (angeblich bis zu 200.000 Mann) zahlreiche militärische Erfolge gegen die römischen Legionen auf seinem Zug von Süd- nach Oberitalien. Und das, obwohl sich mehrmals einzelne Abteilungen von seinem Heer abspalteten und daraufhin vernichtet wurden. Andere Sklavenführer des Aufstandes waren Crixus und Oenomaus.

Für den größeren Teil seiner Truppen war nun der Weg über die Alpen frei; dennoch wendete sich das Sklavenheer wieder nach Süden, um über Sizilien und später Brundisium per Schiff zu fliehen (die Gründe für diese Änderung sind in der Forschung noch immer umstritten). Beides misslang, da die von Spartacus bezahlten kilikischen Piraten von den Römern bestochen worden waren. Über Brundisium konnte das Sklavenheer nicht mehr entkommen, weil dort bereits der römische Feldherr Lucullus mit seinem Heer gelandet war.


Letzte Schlacht und Tod [Bearbeiten]Nun wurde Spartacus von drei Seiten eingekreist: Aus dem Osten kam Lucullus, aus dem Westen Marcus Licinius Crassus und aus dem Norden Pompeius. Der Spartacus-Aufstand endete 71 v. Chr. in der Schlacht am Silarius zwischen Tarentum (heute: Tarent) und Brundisium (heute: Brindisi) mit der vernichtenden Niederlage gegen die Truppen von Crassus. Spartacus und die meisten seiner Krieger fielen in dieser auch auf römischer Seite sehr verlustreichen Schlacht. Angeblich soll Spartacus versucht haben, Crassus zum Zweikampf zu zwingen. Dabei sei er nach heftiger Gegenwehr umgekommen, als er bereits schwer verwundet war und sein Pferd verloren hatte. Nur etwa 6.000 der befreiten Sklaven überlebten den Kampf und ergaben sich. Crassus nahm grausame Rache, indem er alle Gefangenen entlang der Via Appia kreuzigen ließ. Versprengte Reste der Sklaven hielten sich noch etwa zehn Jahre in Süditalien auf, bis auch sie aufgegriffen und getötet wurden.


Seine Rolle in der römischen Geschichte [Bearbeiten]Karl Marx nannte Spartacus einen „wahren Vertreter des römischen Proletariats“, und auch in anderen Zusammenhängen taucht immer wieder sein Name auf: Als Symbolfigur gegen Unterdrückung und Knechtschaft. Diese für einen antiken Sklaven sehr umfassende Rezeptionsgeschichte erklärt sich aus den Besonderheiten, die den Aufstand des Spartacus von den zahlreichen anderen bewaffneten Sklavenaufständen seiner Zeit (mit manchmal ebenfalls tausenden Beteiligten) unterschied.

Hilfreich sind dafür einige spärliche Hinweise der antiken Autoren: So erwähnt Appian, dass unter Spartacus die Beute der Feldzüge an alle Angehörigen seines Heeres gleichmäßig verteilt wurde; für die damalige Zeit keineswegs selbstverständlich (in der Regel bekam der Feldherr den größten Teil). Auch verbot er seinen Mitkämpfern den Besitz von Gold und Silber. Daraus hat etwa der Althistoriker Mischulin abgeleitet, Spartacus habe so etwas wie einen "Kommunismus der Konsumtion" angestrebt. Allerdings war sein Ziel nicht die Errichtung einer neuen Gesellschaftsordnung in Italien, sondern die Flucht in die Heimat. So soll er nach Appian zu seinen Leidensgenossen in der Gladiatorenschule (größtenteils Gallier und Thraker) gesagt haben: „Man darf das Leben nicht für Schauspiele einsetzen, sondern für die Freiheit.“ Dieses Vorhaben allein stellte aber die Gesellschaftsordnung Roms schon in Frage. Denn ohne die Arbeit der Sklaven war sie nicht denkbar. Das erklärt auch das harte Vorgehen der Römer nach ihrem Sieg – obwohl Spartacus seinerseits das sinnlose Plündern und Morden in seinem Heer verboten hatte. Ebenso ordnete er an, dass alle Waren, etwa Metalle zur Waffenherstellung, von seinen Kämpfern auch bezahlt wurden; das sollte den Sklaven vermutlich den notwendigen Rückhalt in der ländlichen Bevölkerung sichern.

In der Forschung wird stets auf die hervorragende Organisation des Aufstandes hingewiesen. Darin unterscheidet er sich von vielen Vorläufern. Beispielsweise kümmerte sich Spartacus um die Beschaffung von Waffen und sonstigem Material; um den Nachschub zu gewährleisten, bestand er auf einem fairen Umgang mit der Bevölkerung. Plutarch erwähnt, dass die Frau des Spartacus eine Seherin war, die ihm eine große und zugleich düstere Zukunft prophezeite. Das verwundert nicht, denn an allen bedeutenden Sklavenkriegen der Antike waren Seher maßgeblich beteiligt

( Quelle Wikipedia)
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